Die Wiesen rund um den Burstel

Die Exkursionen und Ausflüge vom Verein Natur- und Vogelschutz Möhlin behandelten in dieses Jahr das Thema Biodiversität. Der Burstel, die ehemalige Kiesgrube, hat neben seiner Vielfalt für die Amphibien auch in botanischer Hinsicht ganz viele Überraschungen zu bieten.Unter der kundigen Führung von Markus Kasper erfuhren die 25 Teilnehmer auf einem Morgenspaziergang viel Interessantes über Wiesenblumen, Schmetterlinge und Heuschrecken.


thumb_WiesenEXkurs_2744brIm und ums Burstel Reservat zeigte er uns viele einheimische Raritäten. Sie stammen teilweise aus den ausgesäten einheimischen Pflanzenmischungen. Sie waren als Starthilfe ausgebracht worden um die ehemalige Kiesgrube in einen vielfältigen Lebensraum umzugestalten. Daneben haben aber auch viele fremde Pflanzen (Neophyten) den freien Platz in Beschlag genommen. Diese Pflanzen werden in aufwändiger Handarbeit, wenn immer möglich wieder aus dem Reservat entfernt. Die fleissigen Hände vieler Schüler sind letzte Woche ebenfalls wieder am Werk gewesen um der einheimischen Flora Platz zu schaffen.
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Es war brütend heiss an diesem Sonntag. Im wohltuenden Schatten stellte Markus Kasper die sieben Tagfalterfamilien mit je einem Beispiel vor. Er versprach dann allen, dass sie gegen Ende der Exkursion selber unter die Schmetterlingsfänger gehen dürfen.

Am Südhang des Reservates identifizierten wir dann die Wiesenblumen anhand ihrer Farben. Sehr dominant waren die gelben, weissen und rot-violetten Blütenarben. Viele allgemeinbekannte Blumen wurden entdeckt, aber auch einige seltenen Arten kamen zum Vorschein, wie z.B. das Gelbe Windröschen. Eine tolle Farbenpracht.

thumb_WiesenEXkurs_20100627_2751babrBeim nächsten Halt beobachteten wir die ersten Heuschrecken, wie das Grosse Heupferd, welches noch in einer Entwicklungsstufe war. Die wunderschöne Raupe des Schwalbenschwanzes rief helle Freude hervor.

Am Aussenhang des Reservates erklärte Markus Kasper den Wild-Rosenlehrpfad, wo sich bei genauem Hinsehen bis zu 15 einheimische, aargauische Wildrosen entdecken lassen. Sie waren natürlich bereits verblüht, aber anhand von Grösse oder Anzahl der Dornen konnten die einzelnen Arten zugeordnet werden.

Danach war es an den Teilnehmern mit Käscher und Lupenglas auf Insektenfang zu gehen. Neben dem häufigen Ochsenauge und Grünader Weissling wurden auch seltenere Arten wie den braunkeuligen Dickkopffalter gefangen. Viele Heuschrecken in Jugendstadium  landeten in den Netzen und waren nicht immer einfach zu bestimmen. Sebstverständlich wurden sie alle wieder heil in die Freiheit entlassen.